Jahresrückblick 2010: RTV gewinnt den Wettbewerb „Jugend forscht“

Duisburg-Rumeln, 25. Januar 2011. Die Fußballabteilung des Rumelner TV kann mit Stolz auf das zurückliegende Jahr 2010 blicken. In einem der erfolgreichsten Jahre der Vereinshistorie, trieb die Fußballabteilung die radikale Verjüngungskur im Seniorenbereich weiter voran und verzeichnete mit dem Aufstieg der 1. Senioren einen in den letzten Jahren nie da gewesenen Erfolg. Im Verlauf des Jahres 2010 wurden kontinuierlich ehemalige Jugendspieler in den Seniorenbereich integriert und an das Leistungsniveau heran geführt. Langfristig will man im Verein auf junge und erfolgshungrige „Rumelner Jungs“ setzen und somit seinen Teil zur Integrität dieses schönen Duisburger Stadtteils leisten. Die zweite Seniorenmannschaft wurde als fester Unterbau installiert und soll neben dem langfristig geplanten eigenen Erfolg, dem Steckenpferd 1. Mannschaft immer wieder neue Alternativen anbieten. Auch die Jugendarbeit wird im Verein groß geschrieben: Wenn es zur Zeit auch keine Mannschaft im höchsten Jugendalter gibt, zeugt die Qualifikation der C-Jugend für die Leistungsklasse doch von professioneller und guter Jugendarbeit. Die Talente im Seniorenbereich kommen fast ausschließlich aus der eigenen Jugendarbeit und so ist es kaum verwunderlich, wenn man nach dem erfolgreichen Jahr 2010 auch im neuen Jahr auf den Nachwuchs setzt. In Rumeln vergisst man nie: Die Jugend-Talente von heute, sind die Stars der 1. Mannschaft von morgen.

Das Jahr 2010 war für viele Beteiligten in der Fußballabteilung äußerst emotional. Schien der Aufstieg zu Beginn des Jahres doch noch in weite Ferne gerückt, konnte man sich in teilweise atemberaubenden Duellen doch noch für ein Relegationsspiel um den Aufstieg qualifizieren. Mit großem Aufwand versuchte man in diesen Spielen den passenden Rahmen für ein ambitioniertes Team zu schaffen. So konnte der Zuschauerschnitt und auch der Umsatz bei Heimspielen auf ein nie da gewesenes Hoch geschraubt werden. Getreu dem Motto: „Trink` du einen, dann trink` ich auch einen mit“, duellierten sich die Ausschankmeister des Waldborns und vertranken häufig das Delta zum sonstigen Umsatz bei nicht allzu gut besuchten Heimspielen. Das offensive Spiel der jungen Rumelner Truppe fand im ganzen Ort und Verein Anklang – plötzlich ist der RTV wieder ein Gesprächsthema.

Das Projekt Aufstieg wurde bereits vor einigen Jahren mit der Verpflichtung von Stefan Hufen als Trainer in Angriff genommen. Hufen baute eine schlagkräftige Truppe aus immer wieder nachrückenden Jugendspielern auf und spielte mit dem Team so schon in den vergangenen Jahren um den Aufstieg. In den Jahren 2008 und 2009 scheiterte man wohl noch an der Unerfahrenheit, spätestens im abgelaufenen Jahr 2010 war die Mannschaft aber einfach zu stark für ein weiteres Dasein in der Kreisliga B. Die Vermutung liegt nahe, dass man als Trainer mit einer solchen Mannschaft einen Glücksgriff getan hat – bei der individuellen Klasse der Einzelspieler, musste man als Trainer nicht mehr viel machen, um erfolgreich zu sein. Der Klasse verlieh das Team der vergangenen Saison dann in einem dramatischen Aufstiegsspiel Ausdruck. Spannend bis zum Schluss, behielt der RTV die Oberhand und stieg letztlich verdient in die höchste Kreisklasse auf. Die Freude über diesen Schritt Richtung Vormachtstellung in Duisburg-Rumeln konnte man direkt an den folgenden Feierlichkeiten am heimischen Waldborn erkennen. Mit kontinuierlicher Arbeit hatte sich der gesamte Verein um den aktuellen Abteilungsvorstand den Aufstieg im Jubläumsjahr zum 110. Geburtstag verdient. Nach den vielen Rückschlägen zu Saisonende in den letzten Jahren hatte man es in 2010 geschafft – die Sektkorken knallten gleich mehrfach. Zunächst feierte der gesamte Verein am „Tag des Jahres“ – dem 06. Juni – eine Aufstiegsparty, von der man noch Jahre zehren kann. Am Folgetag ging es mit dem alljährlichen Diebels Offensivpokal weiter, auch dort wurde mächtig gefeiert. Trotz teilweise unfassbarer Trunkenheit einiger Akteure erreichte man sensationell und mit spielerischer Leichtigkeit – ein Dank an das wohlbekömmliche Bier – einen achtbaren dritten Platz. Das Turnier geriet in den Hintergrund – ausgelassenes Feiern sah man einigen Protagonisten noch an. So erschien eine Niederlage gegen eine Rumelner Mannschaft mit einem geeichten Promillemittelwert um 2,0 wie eine völlige Blamage und Demontage. In Veen – Gegner des RTV im Spiel um Platz drei – heißt es wohl nun: „Entweder man mag Rumeln … oder man kennt Rumeln!“ Viele Jungspunde der 1. Mannschaft erlebten in 2010 ihren persönlichen Partyzenit. Spätestens als die Abschlussfahrt nach Willingen anstand oder ein Großteil des Teams im Sommer am berühmten „Ballermann“ auf Mallorca weiter feierte. Einen weiteren Höhepunkt des Jahres stellten auch für die Fußballabteilung die Feierlichkeiten anlässlich des 110. Geburtstages des Vereins dar. An einem wunderbaren Sommertag konnte man die Bilder des Aufstiegs noch einmal Revue passieren lassen.

Nachdem dieser Schritt aus der Tristesse des B-Liga-Alltags getan war, sollte sich im Verein noch Einiges ändern. 2010: Das Jahr der Veränderungen. Um das Team langfristig in einer höheren Spielklasse zu etablieren oder gar den nächsten Schritt Richtung Bezirksligaaufstieg zu gehen, wollte man noch in 2010 professionelle Strukturen schaffen. Hieraus ergaben sich diverse Maßnahmen, deren erste in der Ablösung des bisherigen Cheftrainers Stefan Hufen mündete. Nach überaus erfolgreichen Jahren beim RTV verließ der Coach samt einigen Spielern den Verein. Fortan sollte der bisherige Co-Trainer Dennis Heth in Zusammenarbeit mit Frank Münchow den erfolgreichen Weg weiter gehen und eine noch homogenere Einheit mit dem Team bilden. Mit Klaus Franck und mittlerweile weiteren Beteiligten konnte man den Trainerstab weiter ausbauen und einem professionellen Auftritt angleichen. Die Zeiten, in denen der Headcoach die Linienrichterfahne in Rumeln halten musste, gehören nun endgültig der Vergangenheit an. Insgesamt fühlt man sich als Spieler besser aufgehoben und betreut – ein Verdienst des neuen Betreuerstabs um das Trainergespann Heth / Münchow. So war es ein Leichtes einige neue Spieler für das Team zu gewinnen. In Rumeln muss man aber zur Vereinsstruktur passen und so wurde das Team weiter mit jungen Akteuren verstärkt, wenngleich man sich auch mit Spielern verstärkte, die bereits Erfahrung in höherklassigen Ligen sammeln konnten. Die Sponsorensuche wurde ausgeweitet bzw. verbessert und so konnte man einen potenten Sponsor zu Saisonbeginn präsentieren. Der von Heth immer gewünschte einheitliche und professionelle Auftritt im Training und bei Spielen konnte so mit neuer Spiel-, Freizeit- und Trainingskleidung im RTV-Look realisiert werden. Man war gerüstet für die neue Saison, die nach einer langen und harten Vorbereitung im Sommer anstand. Auch außerhalb des Platzes machte man sich Gedanken über den Auftritt des RTV – so entstand die Idee eines eigenen Internet-Auftritts der 1. Mannschaft. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit unserem Webmaster Kai Vogt, dem wir an dieser Stelle noch einmal danken möchten. Individuelle Ideen und ein ansehnliches Layout machen den Webauftritt des RTV mittlerweile zu einer der besten Seiten des Fußballkreises. Die Spielberichte erreichten mittlerweile Kultstatus und haben in Zeiten von Facebook und Co. viele Fürsprecher. A propos Facebook: Auch dort initiierte der RTV nun einen eigenen Auftritt und postet fast täglich News rund um das Team und den Verein. Der Bekanntheitsgrad des Vereins wurde nachhaltig gesteigert – „gefällt mir!“

Nach einer überaus erfolgreichen Hinserie und Tabellenplatz 4, kann man beim RTV von gelungener Integration in der Kreisliga A sprechen. Der zu Saisonbeginn von einigen Leuten befürchtete direkte Abstieg ist in weite Ferne gerückt – ein weiterer direkter Aufstieg spukt dafür bei vielen Beteiligten umso mehr in den Köpfen herum. Vermessen? Frech? Arrogant? Eins steht fest: Das Leistungsniveau in der A-Liga ist nicht viel höher als das in der tieferen Spielklasse. Vielmehr zehren viele Vereine seit Jahren davon, dass es nur wenige Absteiger gibt. Wenngleich Mannschaften wie der ESV Hohenbudberg oder der TuS Rheinberg in der B-Liga verweilen müssen, stehen in der Saison 2010/2011 einige Mannschaften eher unverdient auf dem Spielplan der Kreisliga A. Uns Rumelnern soll`s Recht sein und wer weiß: Vielleicht ist ja doch noch ein weiteres Aufstiegsduell am letzten Spieltag gegen den Ligaprimus aus Scherpenberg drin!? Der RTV wird weiter alles dafür tun, dass der Jahresrückblick 2011 ähnlich positiv ausfallen wird wie der des abgelaufenen Jahres.

Wenn auch von Neidern belächelt, orientiert man sich in Rumeln an höherklassigen Vereinen, die in der Vergangenheit bewiesen haben, dass man den Sprung von der Kreisklasse zu einem fest etablierten Mitglied der überregionalen Spielklassen schaffen kann. Mit viel Engagement und Ehrgeiz arbeitete man in 2010 an diesem Ziel und legte den Grundstein für den weiteren Weg im neuen Jahrzehnt. Insgeheim träumt man von einer neuen Ganzjahres-Spielstätte, sprich von einem Kunstrasen, der eine geeignete Ausweichspielstätte neben den Rasenplätzen am Waldborn bilden würde und den ungeeigneten Ascheplatz des AEG ablösen könnte. Ob dieses Projekt jedoch realisiert werden kann, steht weiter in den Sternen.

Optimismus wird in Rumeln groß geschrieben und Träume sind das, was den Menschen ausmacht:
 


Frei nach diesem Sprichwort hoffen wir auf ein erfolgreiches 2011 und vielleicht ja auf eine weitere Jubiläumsfeier mit Happy End:


Vamos.

Der RTV konnte bereits am Freitagabend sein Auswärtsspiel in Neukirchen mit 2:3 für sich entscheiden. Boers, Colakaj und Leszcz erzielten die Treffer. Dabei konnte man kurzzeitig die Tabellenführung übernehmen, ehe die Concordia aus Ossenberg am Sonntag wieder zum Ligaprimus wurde.
Am kommenden Sonntag bestreitet der RTV am heimischen AEG sein nächstes Spiel. Gegner ist ab 15:30 Uhr der SV Büderich. Bei einem weiteren Sieg winkt die Tabellenspitze.
Ab sofort trägt der RTV die Mehrzahl seiner Heimspiele auf der Kunstrasenanlage am AEG aus. Das "Projekt Zukunft" ist weiter gültig: Neben dem Hauptplatz soll ein weiteres Spielfeld entstehen und die Infrastruktur soll nachhaltig verbessert werden.
Der RTV zählt zu den größten Vereinen der Region. Mehr zum modernen Vereinsleben und dem Engagement der Rumelner finden Sie auf den Hauptseiten des RTV unter: www.rumelner-tv.com
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